Ich dachte
Ich dachte, mir geht es gut.
Dieses Hoch der letzten Tage war so befreiend,
dass ich das Gefühl als selbstverständlich angesehen hab.
Doch ich vergaß, weiter zu kämpfen.
Und nun sitz ich wieder hier und taste nach dem Teppich,
den Du mir unter den Füßen weggezogen hast.
Ich habe gehofft, so sehr gehofft, dass es vorbei ist.
Doch vergeblich.
Es fühlt sich immer noch wie am Anfang an.
Die Ratschläge, die ich im Laufe der letzten 5 Wochen bekommen habe –
teilweise konnte ich nur drüber schmunzeln.
Ja, ich weiß, es wird vorbei gehen.
Ja, er war vielleicht nicht der Richtige.
Ja, ich nehm mir alle Zeit, die ich brauche.
Na klar lenk ich mich ab.
Doch dann überfluten die Zeiten der Einsamkeit mein Herz nur noch stärker.
Mir geht eine Textzeile nicht aus dem Kopf:
„Es gibt nichts mehr zu reden, denn wenn’s nur regnet,
ist es besser aufzugeben“
Sicher, es ist was Wahres dran.
Doch wäre es nicht besser, den Schirm aufzuspannen und auf den Sonnenschein hinter den Wolken zu warten?
19. September 2006